COMENIUS-Treffen in Istanbul (21. - 24. 10. 2009)

Die 2. COMENIUS-Reise im Rahmen des Projekts „Teaching Science & Maths in English“ führte uns Ende Oktober 2009 nach Istanbul.
Die Schüler/innen des BRG14, Andrea Pejic, Jacqueline Vajda, Lukas Kammerer, Jan Pecak und Paul Benedek reisten in Begleitung von Mag.a Aumann und Prof.in Mag.a Wenk in die Türkei.

 

Am Atatürk Flughafen wurden wir von unseren Gastgebern begrüßt und gemeinsam mit den Teilnehmern der anderen Partnerschulen aus Spanien (Sabadell, Barcelona), Frankreich (Brie-Compte-Robert, Paris) und Österreich (BRG15 Henriettenplatz, Wien) mit Schulbussen abgeholt.
Die Fahrt ging durch das nächtliche Istanbul, über die berühmte Bosporusbrücke, die nachts in allen Farben beleuchtet ist, bis in den anatolischen Teil Istanbuls, wo unsere Partnerschule liegt. Auf dem Schulgelände warteten schon unsere Gastgeschwister und Gasteltern, die uns sehr herzlich willkommen hießen und in Empfang nahmen. Wir müden Reisenden waren froh, bald in unseren Betten zu landen.

 

Am nächsten Tag fuhren wir Schüler/innen gemeinsam mit unseren Gastgeschwistern mit einem der Schulbusse zu unserer Gastschule, dem Privatgymnasium „Lisesi Çevre Koleji“. An der Schule angekommen, bekamen wir eine Führung durch die Schule. Ich war sehr begeistert, da die Schule anfangs mehr wie ein Hotel als eine Schule wirkte. Die Schule hat unter anderem ein Schwimmbad, ein Fitness Center, einen riesigen Konferenzsaal, der wie ein Kinosaal in rotem Plüsch aussieht, und noch viele andere beeindruckende Einrichtungen. Anschließend wurden wir in Teams eingeteilt um „Ice Breaking Activities“ durchzuführen und einander besser kennen zu lernen.
Danach besuchten wir für zwei Stunden den normalen Unterricht der Schule. Als es zur Mittagspause läutete, gingen wir in die geräumige Schulkantine und aßen mit den anderen Schüler/innen.
Nach dem Mittagessen ging es gestärkt weiter auf einen Ausflug in eine Miniaturwelt aller Sehenswürdigkeiten der Türkei und danach nach Ortaköy, an das Ufer des Bosporus. Im Ortaköy-Viertel gab es köstliche Waffeln, die man sich vielerlei Schokolade und Früchten füllen lassen konnte. Anschließend machten wir alle zusammen eine tolle Schifffahrt auf dem Bosporus Richtung Schwarzes Meer. Die Sonne schien warm vom blauen Himmel und wir genossen die Fahrt, auf der wir auch unsere Gastgeschwister besser kennenlernten.
Abends fuhren wir nach Hause zu unseren Gasteltern und verbrachten den Abend ohne Lehrer. Die Gasteltern hatten verschiedene Programme für uns vorbereitet. Ich selbst fuhr nach einem ausgiebigen und sehr guten Abendessen in ein riesiges Einkaufszentrum, das mir meine Gastfamilie unbedingt zeigen wollte.

Den zweiten Vormittag verbrachten wir wieder alle in der Schule. Wir waren am Vortag in Gruppen eingeteilt worden und nun sollte jede Gruppe, die aus Schüler/innen verschiedener Partnerschulen bestand, eine Präsentation zum Thema Umweltschutz erstellen. Jedes Team  hatte eine andere Art der Präsentation vorgegeben. Meine Gruppe musste einen Sketch vorbereiten und diesen anschließend präsentieren.
Wir hatten aber auch Präsentationen zu Hause bzw. in der Schule vorbereitet. Die Schüler/innen der 8A präsentierten die Themen „Causes and Development of Cancer / Lung Cancer / Skin Cancer“. Die spanischen und türkischen Schüler/innen hatten sich mit dem Thema “Astronomy and Mathematics” beschäftigt und präsentierten uns dieses.
Alle Schüler/innen waren froh, als die Präsentationen vorbei waren und wir mit den Bussen in die Altstadt Istanbuls fuhren, um in einem berühmten Restaurant typisch türkisch essen zu gehen.
Am Nachmittag zeigt uns ein Tourguide einige berühmte und sehr beindruckende Gebäude von Istanbul, wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und die Yerebetan-Zisterene.
Danach besuchten wir den Gewürzbasar am Ufer des Bosporus. Der Basar war voll von Leuten, und es gab Vieles zu kaufen.
Für den Heimweg hatten sich unsere Gastgeber etwas Besonderes ausgedacht. Wir fuhren mit der Fähre bei Sonnenuntergang von der Galathabrücke hinüber nach Kartiköy. Im Rückblick auf die Altstadt waren die vielen Minarette der Stadt in der Silhouette zu sehen.

Am Abend besuchten wir dann mit unseren Gastgeschwistern eine berühmte Einkaufsstraße im anatolischen Teil der Stadt, um dort zu shoppen und um Abend zu essen. Anschließend gingen wir in ein türkisches Teehaus und verbrachten dort den Rest des Abends.

 

Die Reise nach Istanbul hat sich wirklich ausgezahlt, weil wir viele neue und interessante Menschen kennengelernt haben. Die türkische Gastfreundschaft hat uns alle überwältigt – und jeder hat sich sehr wohl gefühlt.


Text: Paul Benedek, Mag.a Claudia Aumann;
Fotos: Mag.a Claudia Aumann u.a., Bearbeitung: AJH