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Seit rund vier Jahren werden an unserer Schule Schülerinnen und Schüler der Oberstufe dazu ausgebildet, Unterstufen-Schülerinnen und Schüler bei der Lösung von Konflikten mit Klassenkameradinnen und Kameraden zu helfen.
Ein Jahr lang werden die angehenden Mediatorinnen und Mediatoren im Rahmen einer unverbindlichen Übung trainiert: Sie reflektieren dabei ihr eigenes Konfliktverhalten, beschäftigen sich mit Methoden der Mediation, lernen fundamentale Gesprächsregeln, aktives Zuhören, Feed-back geben und nehmen.
Am Ende ihrer Ausbildung wissen sie nicht nur, wie sie ihren jungen Schützlingen am besten aus einem verfahrenen Konflikt heraus helfen können, oder wie sie Mobbing-Opfern die Integration in ihre Klasse ermöglichen; sie haben auch eine Menge über sich selbst und die Hintergründe und Ursachen von Aggression gelernt.
Neben der unverbindlichen Übung besuchen die Peer-Mediatorinnen und -Mediatoren auch außerschulische Fortbildungen, teils werden diese vom Stadtschulrat angeboten. Einmal im Schuljahr treffen sich ausgebildete, aktive Peer-Mediatorinnen und Mediatoren mit der neuen, im Training befindlichen Generation, um Erfahrungen weiter zu geben, und Arbeits-Gemeinschaften zu bilden, die jeweils für bestimmte Klassen der Unterstufe zuständig werden.
Heuer fand unser Peertag am 15. Februar statt.
Herzstück dieses Tages ist das Durchspielen einer Mediation durch die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wobei die jüngeren, noch unerfahrenen, die Beobachterrolle einnehmen, Protokoll führen, Fragen stellen können. Davor und danach spielen wir Möglichkeiten durch, wie der Erstkontakt mit Klassen gestaltet werden kann.
Schließlich finden „Altpeers“ und „Jungpeers“ sich paarweise zu Mediationsgemeinschaften zusammen, die für das verbleibende Schuljahr mit ihrer jeweiligen Unterstufenklasse arbeiten werden.
Dieses Konzept funktioniert bisher sehr gut, und es konnten mittlerweile schon oft auch schwerere Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern der ersten bis vierten Klassen behoben, oder auch bereits im Ansatz verhindert werden.
Unterstützt wird unser Projekt nicht nur vom Stadtschulrat für Wien, sondern auch vom Elternverein des BRG 14, wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten.
Peer-Mediation stärkt die Beziehungen der Schülerinnen und Schüler zueinander, sie fördert soziale Kompetenz und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, Dinge, die im „normalen“ Schulalltag leider oft zu kurz kommen würden.
Text: Prof.in Mag.a Susanne Wenk, Prof.in Mag.a Irmtraut Kleiner, Mag.a Veronika Baiculescu, Peer-Coach. Fotos: Prof.in Mag.a Susanne Wenk.
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