{"id":17203,"date":"2026-04-24T09:55:35","date_gmt":"2026-04-24T07:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brg14.at\/?p=17203"},"modified":"2026-04-24T09:55:35","modified_gmt":"2026-04-24T07:55:35","slug":"21-tage-offline-das-handy-experiment-aus-sicht-einer-13-jaehrigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brg14.at\/?p=17203","title":{"rendered":"21 Tage offline: Das Handy-Experiment aus Sicht einer 13-J\u00e4hrigen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vor kurzem endete das \u00f6sterreichweite Handy-Experiment, bei dem man drei Wochen auf das Smartphone und Social Media verzichtet. Auch ich habe mich im Rahmen dieses Experiments f\u00fcr einundzwanzig Tage von meinem Handy getrennt. Ich m\u00f6chte euch ein wenig erz\u00e4hlen, wie diese Zeit f\u00fcr mich war, von Schwierigkeiten mit den \u00d6ffis bis hin zur Wirkung auf meine Motivation und Produktivit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am vierten M\u00e4rz schaltete ich gemeinsam mit rund 70.000 anderen Sch\u00fcler:innen mein Smartphone aus. In meiner Klasse wurde die Stimmung ein wenig angespannt. Wie sollten wir diese drei Wochen ohne unseren st\u00e4ndigen, elektronischen Begleiter schaffen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woche 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz anf\u00e4nglicher Unruhe bemerkte ich schon in der ersten Woche Verzichts eine positive Ver\u00e4nderung in meinem Leben: Ich war produktiver! Anstatt Aufgaben aufzuschieben, erledigte ich sie relativ schnell, sobald ich Zeit hatte. Normalerweise w\u00e4re ich stattdessen an meinem Handy, aber weil ich es nicht bei mir und ich auch sonst keine andere Besch\u00e4ftigung hatte, erf\u00fcllte ich einfach meine Pflichten. Ich traf mich in dieser Woche auch sehr oft mit meinen Freund:innen &#8211; zum letzten Mal Eislaufen diese Saison, in einem Caf\u00e9 zum Schreiben und spontan mit einer Freundin, um die Zeit vor meinem Tennis-Training zu \u00fcberbr\u00fccken. Nervig war es nur beim Organisieren dieser Dinge, immer ewig f\u00fcr SMS auf meinem w\u00e4hrend des Experiments erlaubten Nokia zu brauchen. Au\u00dferdem musste ich immer meine Eltern bitten, f\u00fcr mich nachzuschauen, wann welche \u00d6ffis zu den Treffpunkten fuhren. Auch schade war, dass ich von manchen Sachen oder Personen keine Fotos machen konnte. Das ging mir echt ab, denn ich liebe es, witzige Fotos mit meinen Freund:innen zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woche 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da ich w\u00e4hrend dieser Wochen kein Spotify verwenden konnte, um mich w\u00e4hrend des Fertigmachens f\u00fcr die Schule zu unterhalten, h\u00f6rte ich auch oft das \u00d61-Morgenjournal. Deswegen war ich immer top informiert, was in der Welt gerade so ablief und wenn ich ehrlich bin, war es sogar spannender, als Musik zu h\u00f6ren. Wenn ich aber laufen war, gingen mir meine Songs schon ab. Als ich mit meiner Mama und einer Freundin zusammen war, ging es noch, aber als ich alleine joggen war, ging mir die Stille ein wenig auf die Nerven. Dadurch habe ich aber meine Gedanken mehr schwelgen lassen und bin deswegen einmal sogar zu einer sehr interessanten Erkenntnis \u00fcber eine mir wichtige Person gekommen. Dar\u00fcber hinaus war ich viel mehr mit meinen Geschwistern im Garten als normalerweise. Wir spielten scheinbar belanglose Dinge, aber mir ist aufgefallen, dass ich so etwas, ohne es zu wissen, vermisst hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woche 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Woche, aber auch in den vorigen zwei, spielten wir in der Schule viele Kahoots (falls sie jemand nicht kennt: das sind online Live-Quizzes, bei denen man per Code einsteigt und gegeneinander spielt). Daf\u00fcr ben\u00f6tigt man aber ein Smartphone. Da nicht unsere ganze Klasse bei dem Handy-Experiment mitmachte, konnte ich zwar manchmal bei anderen mitspielen, aber besonders toll war das nicht. Es kam mir ein wenig so vor, als w\u00fcrden wir in diesen einundzwanzig Tagen besonders viele Quizspiele spielen, viel mehr als sonst. Auch bei einfachen Recherchen fehlte mir mein Smartphone und bei manchen Dingen, wie bei der Erstellung eines Lernplans h\u00e4tte ich schon gerne Chat GPT nach Hilfe gefragt. Positiv aufgefallen ist mir aber die Wirkung des Handy-Experiments auf mein Schlafverhalten. Ich ging fr\u00fcher schlafen, weil ich einfach keine Ablenkung am Abend hatte. Normalerweise w\u00fcrde ich abends noch schnell checken, ob mir jemand geschrieben hat oder ob es etwas Neues gibt. Meistens bleibe ich dann aber doch woanders h\u00e4ngen und kann mich erst eine halbe Stunde sp\u00e4ter wieder von meinem Smartphone losrei\u00dfen. W\u00e4hrend dieser drei Wochen war mir das logischerweise nie passiert und ich bin deswegen immer mindestens eine halbe Stunde fr\u00fcher schlafen gegangen als sonst. Das wirkte sich definitiv positiv auf mein Wohlbefinden aus. Beim Training aber auch in der Schule war ich deswegen meist ein wenig motivierter als sonst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sollte man also ganz auf das Smartphone verzichten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zusammengefasst l\u00e4sst sich sagen, dass der dreiw\u00f6chige Verzicht auf mein Handy eine richtig tolle Erfahrung war und sich in vielen Aspekten, wie Produktivit\u00e4t und Schlafverhalten positiv ausgewirkt hat. Jedoch bieten moderne Smartphones einfach zu viele Vorteile, als dass ich mein Leben lang auf sie verzichten k\u00f6nnte. Egal ob Musik, Fotos, Gruppenchats oder einfache Recherchen, Tastenhandys k\u00f6nnen das alles nicht. Trotzdem bin ich der \u00dcberzeugung, dass ich mein Smartphone in Zukunft bewusster und weniger verwenden werde. Und ich denke, das sollten wir alle ein wenig mehr versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nora Leitl, 4e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem endete das \u00f6sterreichweite Handy-Experiment, bei dem man drei Wochen auf das Smartphone und Social Media verzichtet. Auch ich habe mich im Rahmen dieses Experiments f\u00fcr einundzwanzig Tage von meinem Handy getrennt. Ich m\u00f6chte euch ein wenig erz\u00e4hlen, wie &hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.brg14.at\/?p=17203\">WEITERLESEN &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17203","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17203"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17203\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17204,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17203\/revisions\/17204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brg14.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}