Erasmus+ Programm in Pelt, Belgien – Bericht von Susana Elsayad (6a)

Im Juni des vergangenen Jahres habe ich mich dafür angemeldet, einen Monat im Rahmen des Erasmus+-Programms in Pelt, Belgien, zu verbringen. Dank der Unterstützung des Erasmus+-Teams des BRG 14 konnte ich bereits im Jänner 2026 meine Reise antreten.

Pelt ist ein kleines Dorf im flämischen Teil Belgiens, in der Provinz Limburg. Die Region beeindruckt durch ihre historischen Gebäude, weitläufigen Nationalparks und zahlreichen Fahrradrouten. Fahrräder prägen hier das Ortsbild ebenso wie Pommes und Waffeln – typische Bestandteile der belgischen Kultur. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und offen. Besonders in der Schule wurde ich herzlich aufgenommen: Viele Schüler:innen zeigten großes Interesse an meinem Alltag in Österreich und stellten mir in den Pausen zahlreiche Fragen.

Die Schule WICO in Neerpelt unterscheidet sich in einigen Punkten von meiner Heimatschule. Smartphones sind streng verboten, und die Pausen müssen – unabhängig vom Wetter – im Innenhof verbracht werden. Leistungsüberprüfungen finden häufig statt; zwei oder sogar drei Tests an einem Tag sind keine Seltenheit. Dennoch sind die Lehrkräfte sehr engagiert und bemühen sich, den Unterricht abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Zudem erkundigten sie sich regelmäßig nach meinem Wohlbefinden und gaben mir wertvolle Tipps zu sehenswerten Orten in Belgien.

Ein besonderes Erlebnis war der sogenannte „X-Mos“, der belgische Maturastreich, der am 23. Jänner stattfand. Am Morgen wurden viele Gesichter mit Lippenstift und Farbe bemalt, und Konfetti sowie Glitzer sorgten für ein buntes Chaos in den Gängen der Schule. Trotz der Unordnung herrschte eine ausgelassene und fröhliche Stimmung. Diese Tradition bot mir einen spannenden Einblick in das belgische Schulleben und war für alle Beteiligten ein unterhaltsamer Start in den Tag.

Auch außerhalb der Schule durfte ich viele Eindrücke sammeln. Gemeinsam mit meiner Gastfamilie besuchte ich Leuven, Brüssel sowie zwei beeindruckende Nationalparks. An jedem Wochenende stand ein neues Programm auf dem Plan, sodass mir nie langweilig wurde. Meine Gastfamilie legte großen Wert darauf, mir die belgische Kultur näherzubringen – insbesondere durch kulinarische Spezialitäten. Dabei lernte ich auch, warum Pommes im Englischen „French Fries“ genannt werden: Amerikanische Soldaten kamen im Zweiten Weltkrieg im französischsprachigen Teil Belgiens erstmals mit dieser Speise in Kontakt und nahmen daher an, sie stamme aus Frankreich.

Rückblickend war dieser Monat in Pelt eine äußerst bereichernde Erfahrung. Die Herzlichkeit der Menschen, die beeindruckende Natur und die kulturellen Besonderheiten Belgiens haben meinen Aufenthalt unvergesslich gemacht. Ich kann ein Erasmus+-Auslandsmonat jedem nur wärmstens empfehlen.

Autorin: Susana Elsayad

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