Erasmus-Aufenthalt in Leuven (Belgien)

Im Jänner 2026 habe ich dank des Erasmus+-Teams einen Monat in Leuven, Belgien, verbracht. Leuven ist eine kleine belgische Stadt in der Region Flandern und die Hauptstadt der Provinz Flämisch-Brabant. Bekannt ist diese bewundernswerte Stadt für ihre schönen botanischen Gärten, die historische Universitätsbibliothek und die guten belgischen Waffeln. Außerdem sieht man in der Altstadt viele Fahrradfahrer:innen, denn die Bewohner:innen sind häufig mit dem Fahrrad unterwegs. Ebenso kulturell verankert sind Erdäpfel, die unter anderem in Form von leckeren belgischen Pommes sehr populär sind und auf unterschiedliche Weise und in vielen Gerichten verzehrt werden. Ich habe beinahe jeden Tag Erdäpfel in irgendeiner Form gegessen – sei es als Pommes mit Mayonnaise oder traditioneller pikanter Samurai-Sauce, als Kartoffelpüree oder als gebratene Erdäpfel. In Brügge habe ich sogar das Pommes-Museum („Frietmuseum“) besucht und dort vieles über verschiedene Erdäpfelarten sowie über die Geschichte und Herstellung von Pommes gelernt. Besonders interessant fand ich, dass der Begriff „french fries“ entstanden ist, weil amerikanische Soldaten im französischsprachigen Teil Belgiens Pommes sahen und aufgrund der Sprache annahmen, sie befänden sich in Frankreich. Außerdem habe ich erfahren, dass es in Belgien zwei verschiedene Arten von Waffeln gibt: die Lütticher Waffel, die aus einem festen Hefeteig und speziellem Hagelzucker besteht, und die Brüsseler Waffel, die aus einem flüssigen Teig hergestellt wird und sehr leicht und luftig ist. Gemeinsam mit meiner Gastfamilie besuchten wir an einem Wochenende auch die berühmte Stella-Artois-Brauerei in Leuven, wo ich viel über Bier – insbesondere über Stella Artois – gelernt habe und beobachten konnte, wie und wo das Bier hergestellt wird. Während meiner Zeit in Belgien habe ich auch die Hauptstadt Brüssel mit meiner Gastfamilie besucht. Besonders beeindruckt war ich von den vielen schönen Wandmalereien auf den Häusern im Zentrum. Auch die Architektur des goldverzierten Grand Place war prächtig und überwältigend. Ein persönliches Highlight waren die zahlreichen Schokoladengeschäfte, in denen man teilweise auch sehr gute belgische Schokolade verkosten konnte. Außerdem besichtigten wir die Königlichen Galerien Saint-Hubert, das Manneken Pis, die Kathedrale St. Michael und St. Gudula sowie den Mont des Arts, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht über Brüssel hat. Bezüglich der Schule in Leuven, die „Atheneum De Ring Leuven“ heißt, sind mir einige Unterschiede zur Schule in Wien aufgefallen. Der Unterricht beginnt um 8:30 Uhr, und es gibt mehrere Pausen, in denen man unabhängig vom Wetter draußen im Hof sein muss. Das fiel mir besonders an regnerischen oder sehr kalten Tagen schwer. Außerdem sind die Regeln bezüglich der Handynutzung viel strenger – man darf das Handy eigentlich gar nicht aus der Tasche nehmen. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, waren die Mittagspausen, in denen man für nur 50 Cent eine warme Gemüsesuppe bekam. Es gab auch einige Veranstaltungen, darunter das sogenannte „Chrysostomos“, bei dem die Abschlussklasse die letzten 100 Schultage feiert. Dabei schminken sie jüngere Schüler:innen mit Lippenstift, verteilen glitzerndes Haargel oder buntes Haarspray und verkleiden sich kreativ, zum Beispiel als Einhörner, Elefanten oder Polizist:innen, oder tragen Perücken und falsche Schnurrbärte. Zusätzlich gab es eine Show mit Quiz, Tanz und viel Musik. Die Freunde meiner Gastschwester und meine Mitschüler:innen waren sehr freundlich und haben mir sogar gezeigt, wie man die leckeren Spekulatius-Kekse selbst backt. Rückblickend war mein Aufenthalt in Belgien sehr bereichernd und eine ganz besondere Erfahrung. Ich habe gelernt, selbstständiger zu sein und mich an ein völlig neues Umfeld anzupassen. Außerdem habe ich viel gesehen und erlebt. Ich bin sehr dankbar gegenüber allen, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben. Ich kann einen Erasmus+-Auslandsmonat wirklich jedem sehr empfehlen. Valentina Pivi, 7a
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